Raiden Legacy
- 4,3
- Bewertung
- 50.00K
- Installationen
- 4,99 €
- Preis

Analysiert von App-foxy
Schon nach den ersten Spielminuten war für mich klar, dass Raiden Legacy kein modernes, auf lange Sitzungen ausgelegtes Actionspiel sein möchte. Die Sammlung von Dotemu konzentriert sich auf klassische vertikale Shoot-’em-up-Action: Das Bild läuft nach oben, Gegnerformationen tauchen in festem Rhythmus auf, und ich muss mich auf Bewegung, Schüsse und das richtige Ausweichen konzentrieren. Diese klare Ausrichtung ist zugleich die größte Stärke und die wichtigste Einschränkung.
Ich habe hier kein Spiel erlebt, das mich mit langen Dialogen, einer offenen Welt oder einem komplizierten Fortschrittssystem beschäftigt. Stattdessen geht es um kurze, intensive Partien, bei denen ich sofort wieder von vorn beginnen möchte, nachdem ein Fehler meine Maschine erwischt hat. Wer Arcade-Spiele mag und eine konzentrierte Herausforderung für zwischendurch sucht, bekommt eine ungewöhnlich direkte Sammlung. Wer dagegen eine ausführliche Kampagne oder eine moderne Komfortbedienung erwartet, sollte seine Erwartungen deutlich anpassen.
Ein direkter Einstieg in klassische Arcade-Action
Der erste Eindruck entsteht vor allem durch die Geschwindigkeit. Ich werde nicht lange an eine Geschichte herangeführt, sondern befinde mich schnell mitten im Geschehen. Gegner kommen aus unterschiedlichen Richtungen, Geschosse füllen den Bildschirm, und jede kleine Unachtsamkeit kann den Lauf beenden. Genau dadurch fühlt sich jede Partie wichtig an: Es gibt wenig Ablenkung zwischen mir, meinem Raumschiff und der nächsten Gefahrenzone.
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Alle Neuigkeiten ansehenDie Veröffentlichung stammt aus dem Jahr 2012, und man merkt dem Spiel an, dass seine Wurzeln deutlich älter wirken als viele aktuelle Mobile-Produktionen. Das ist nicht als Kritik gemeint. Die reduzierte Präsentation passt zum Konzept. Dotemu bewahrt hier den Charakter einer Arcade-Sammlung, statt die Vorlage mit unnötigen Menüs oder einer überladenen Oberfläche zu verdecken.
Auf meinem Gerät wirkt der Einstieg besonders dann angenehm, wenn ich nur wenige Minuten zur Verfügung habe. Eine Runde kann ich spontan beginnen, ohne mich zuerst durch umfangreiche Aufgabenlisten zu arbeiten. Gleichzeitig verlangt das Spiel sofort Aufmerksamkeit. Es ist kein Titel, den ich nebenbei mit halbem Blick spielen würde, denn die wichtigsten Entscheidungen passieren in sehr kurzer Zeit.
Die aktuelle Fassung ist Version 2.4.6 und setzt mindestens Android 6.0 voraus. Das macht den Titel grundsätzlich auch für ältere kompatible Geräte interessant. Trotzdem hängt das tatsächliche Spielgefühl stark davon ab, wie präzise der Bildschirm Berührungen verarbeitet. Bei einem Shoot-’em-up ist eine kleine Verzögerung nicht bloß lästig; sie kann den Unterschied zwischen einer gelungenen Ausweichbewegung und einem verlorenen Leben ausmachen.
Im Store wird das Spiel mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,3 bei rund 6.400 Bewertungen geführt. Für mich passt dieser Eindruck zu einer Sammlung, die ihre Zielgruppe ziemlich genau trifft: Fans klassischer Action finden eine konzentrierte Umsetzung, während Spieler ohne Geduld für wiederholte Versuche schnell an Grenzen stoßen können. Die rund 50.000 Installationen zeigen außerdem, dass es sich eher um einen spezialisierten Arcade-Titel als um einen allgegenwärtigen Mobile-Hit handelt.
Warum die erste Runde mehr verrät als die Beschreibung
Bei vielen Actionspielen brauche ich erst einige Zeit, bevor ich weiß, ob mir das Grundgefühl liegt. Hier ist die Antwort deutlich schneller da. Wenn mir das Ausweichen, Beobachten und Wiederholen nach den ersten Versuchen Freude macht, trägt das Konzept über längere Zeit. Wenn ich hingegen sofort nach permanentem Fortschritt oder einer großen Auswahl an Aktivitäten suche, wird mich die Sammlung wahrscheinlich nicht umstimmen.
Ich empfehle, die erste Spielrunde nicht nur nach dem Ergebnis zu beurteilen. Gerade am Anfang ist es sinnvoller, die Bewegungsmuster der Gegner und die sicheren Bereiche auf dem Bildschirm zu beobachten. Wer ausschließlich auf die eigene Feuerkraft achtet, übersieht leicht, dass die Positionierung mindestens genauso wichtig ist. Mein praktischer Tipp: Nicht ständig am Rand kleben. In manchen Situationen brauche ich dort zwar Schutz vor einem Angriff aus der Mitte, aber die eingeschränkte Bewegungsfläche kann später zum Problem werden.
Der Preis von 4,99 € ist für eine bezahlte Arcade-Sammlung nachvollziehbar, verändert aber die Erwartungshaltung. Ich erwarte dafür eine Erfahrung, die ich ohne dauernde Kaufhinweise oder ein auf kurzfristige Belohnungen ausgerichtetes System spielen kann. Wer nur einmal zehn Minuten testen möchte, findet kostenlose Alternativen leichter zugänglich. Für jemanden, der klassische Shoot-’em-up-Runden wiederholt spielt, kann der feste Kaufpreis dagegen angenehmer sein als ein Spiel, das seine Action ständig mit zusätzlichen Angeboten unterbricht.
Eine Welt, die über Formen und Bewegung erzählt
Die Welt von Raiden Legacy erklärt sich nicht über ausführliche Textpassagen, sondern über ihre visuelle Sprache. Maschinen, Geschosse, Gegnerformationen und Hintergründe bilden gemeinsam eine militärisch-technische Stimmung. Ich bekomme das Gefühl, in eine fortlaufende Konfrontation hineinzufliegen, ohne dass die Inszenierung lange erklären muss, wer gerade recht hat oder warum der nächste Angriff beginnt.
Diese Zurückhaltung funktioniert, weil die Gestaltung eng mit dem Spielablauf verbunden bleibt. Ein Gegner ist nicht bloß Dekoration, sondern kündigt eine bestimmte Gefahr an. Eine Formation verändert meine Flugbahn, ein Geschoss zwingt mich zum Warten, und ein stärkerer Abschnitt lässt mich meine bisherige Routine überdenken. Die Bildsprache bleibt dadurch spielbar: Ich lese den Bildschirm nicht wie ein Bild in einer Galerie, sondern wie eine Karte mit unmittelbaren Warnsignalen.
Besonders gelungen finde ich die klare Trennung zwischen Vordergrund und Hintergrund. In einem schnellen vertikalen Spiel darf die Umgebung nicht so auffällig werden, dass sie die Projektile verschluckt. Die besten Momente entstehen deshalb nicht durch spektakuläre Einzelbilder, sondern durch Übersicht. Ich kann erkennen, wo sich eine Gefahr befindet und welche Lücke für mein Schiff tatsächlich offen bleibt.
Das bedeutet allerdings auch, dass Spieler, die eine stark erzählte Science-Fiction-Welt suchen, hier wenig emotionale Bindung aufbauen werden. Die Kulissen liefern Stimmung, aber keine ausführliche Charakterentwicklung. Ich fühle mich eher wie ein Pilot in einer Abfolge von Einsätzen als wie die Hauptfigur eines großen Abenteuers. Für dieses Genre ist das stimmig, doch es bleibt eine klare Grenze gegenüber storylastigen Actionspielen.
Wie die Sammlung ihre Stimmung aufbaut
Die Atmosphäre entsteht vor allem durch Wiederholung mit kleinen Veränderungen. Ein Abschnitt beginnt vielleicht vertraut, verlangt aber später eine andere Reaktion, weil Gegner versetzt auftauchen oder Geschosse den verfügbaren Raum anders aufteilen. Dadurch entsteht ein Rhythmus aus Anspannung, kurzer Orientierung und sofortiger Entscheidung. Ich spiele nicht einfach nur nach vorne, sondern lerne, welche Gefahren in welcher Reihenfolge auftreten.
Genau hier liegt ein nicht ganz offensichtlicher Reiz: Ein verlorener Versuch fühlt sich nicht immer wie reine Bestrafung an. Wenn ich weiß, warum ich gescheitert bin, kann ich beim nächsten Anlauf gezielt an dieser Stelle arbeiten. Das macht den Titel für kurze Trainingsrunden geeignet. Ich kann mir vornehmen, nur einen bestimmten Abschnitt sauberer zu spielen, statt jedes Mal das gesamte Spiel als unüberschaubare Aufgabe zu betrachten.
Für einen Alltagseinsatz ist das praktisch. Wenn ich auf den Bus warte oder abends kurz abschalten möchte, starte ich eine Runde und setze mir ein kleines Ziel: eine bestimmte Gegnergruppe ohne hektische Bewegungen überstehen, die eigene Position länger halten oder einen riskanten Abschnitt mit mehr Ruhe spielen. Diese Art von selbst gesetztem Training funktioniert besser als der Versuch, sofort einen perfekten Lauf zu erzwingen.
Sound und Rhythmus geben der Action ihr Gewicht
Der Ton ist bei einem Shoot-’em-up nicht bloß Hintergrund. Schüsse, Treffer und Explosionen helfen mir dabei, den Ablauf zu lesen. Zusammen mit der Musik entsteht ein gleichmäßiger Druck, der die Abschnitte miteinander verbindet. Ich habe den Eindruck, dass die akustische Gestaltung die klassische Arcade-Herkunft unterstützt: Das Spiel soll mich in den nächsten Versuch ziehen, nicht mich mit langen Unterbrechungen aus dem Ablauf holen.
Mir gefällt besonders, dass die Geräusche den Rhythmus der Gefechte verstärken. Wenn mehrere Gegner auf einmal erscheinen, wirkt die Situation nicht nur optisch dichter. Auch akustisch entsteht ein Gefühl von Zuspitzung. Das hilft mir, konzentriert zu bleiben, kann bei längeren Sitzungen aber anstrengend werden. Für eine kurze Partie ist die Intensität passend; nach vielen Wiederholungen schalte ich den Ton lieber niedriger oder spiele mit Kopfhörern, wenn ich die Umgebung ausblenden möchte.
Die Musik trägt zur Stimmung bei, ohne die Mechanik zu überdecken. Sie vermittelt Dringlichkeit, während die eigentliche Aufmerksamkeit bei den Projektilen und Bewegungsmustern bleibt. Das ist wichtig, weil ein zu dominanter Soundtrack die nüchterne Präzision des Genres schwächen würde. Hier bleibt der Klang eher ein Motor für das Tempo als ein eigenes Spektakel.
Ein nützlicher Ansatz für neue Spieler ist, nicht sofort jede akustische Reaktion als Warnsignal zu behandeln. Nach einigen Runden lässt sich besser einschätzen, welche Geräusche zu normalen Treffern gehören und welche Momente eine stärkere Gefahr ankündigen. Ich verlasse mich trotzdem nie ausschließlich auf den Ton, da die visuelle Übersicht entscheidend bleibt. In einer lauten Umgebung oder ohne Kopfhörer muss das Spiel auch über das Bild lesbar sein.
Die Mechanik passt zur Stimmung, verlangt aber Disziplin
Das Grundprinzip ist leicht zu verstehen: Ich steuere mein Schiff, feuere auf Gegner und versuche, feindlichen Angriffen auszuweichen. Die Schwierigkeit liegt nicht in komplizierten Regeln, sondern in der Kombination aus Bewegung, Timing und Aufmerksamkeit. Ein kurzer Ausflug in die falsche Richtung kann mich in eine zweite Gefahrenzone führen. Dadurch fühlt sich die Steuerung zunächst einfach, später aber erstaunlich anspruchsvoll an.
Mein wichtigster Rat ist, nicht jede Lücke sofort zu nutzen. Manche Öffnungen sehen sicher aus, sind aber nur für einen Moment frei. Wenn ich zu früh hineinfliege, fehlt mir anschließend der Platz, um einem nachfolgenden Geschoss auszuweichen. Besser ist es oft, eine etwas weniger direkte Linie zu wählen und die eigene Bewegungsreserve zu behalten. Diese Entscheidung wirkt unscheinbar, verändert aber die Überlebenschancen deutlich.
Ein zweiter Tipp betrifft die Bildschirmmitte. Dort ist die Sicht auf kommende Gegner häufig gut, doch die Mitte ist nicht automatisch der sicherste Ort. Ich wechsle die Position lieber bewusst, sobald sich die Formation verändert. Wer dauerhaft in einem festen Muster fliegt, wird berechenbar und reagiert zu spät. Das Spiel belohnt keine spektakulären Bewegungen um ihrer selbst willen, sondern kontrollierte Korrekturen.
Die Sammlung eignet sich deshalb besser für Spieler, die Wiederholung als Teil des Spiels akzeptieren. Ich kann nicht erwarten, jeden Abschnitt beim ersten Anlauf vollständig zu verstehen. Nach mehreren Versuchen erkenne ich Muster, plane meine Route früher und verliere weniger Zeit mit panischen Ausweichbewegungen. Das ist befriedigend, aber nicht für alle angenehm. Wer nach einem Fehler lieber sofort mit einem neuen Inhalt belohnt wird, könnte die klassische Struktur als altmodisch empfinden.
Im Vergleich mit modernen Actionspielen für Mobilgeräte wirkt die Erfahrung bewusst schmaler. Viele aktuelle Alternativen setzen auf freischaltbare Inhalte, tägliche Aufgaben, Charakterwerte oder eine längere Progression. Raiden Legacy konzentriert sich stärker auf die Qualität des einzelnen Laufs. Das ist ein Vorteil, wenn ich direkt spielen und meine eigene Leistung verbessern möchte. Es ist ein Nachteil, wenn ich langfristige Sammelziele oder eine ständig wachsende Liste von Belohnungen brauche.
Für wen sich der Kauf wirklich lohnt
Die Altersfreigabe lautet USK ab 6 Jahren. Das beschreibt die formale Einordnung, sagt aber weniger über die praktische Schwierigkeit aus. Auch jüngere Spieler können die Grundidee schnell verstehen, doch präzises Ausweichen und wiederholtes Lernen erfordern Geduld. Für Familien kann das Spiel interessant sein, wenn ein Kind bereits Freude an schnellen Reaktionen hat und ein Erwachsener bereit ist, die ersten Versuche gemeinsam zu begleiten.
Ich sehe die größte Zielgruppe bei Arcade-Fans, die eine kompakte Action-Erfahrung ohne lange Einführung suchen. Auch Spieler, die früher gern vertikale Shoot-’em-ups gespielt haben, dürften die klare Struktur schätzen. Die Sammlung passt außerdem zu Menschen, die ihre Fortschritte lieber über eigenes Können als über Ausrüstung oder statistische Verbesserungen erleben.
Weniger passend ist der Titel für jemanden, der nur entspannen möchte. Zwar kann eine Runde kurz sein, aber die Aufmerksamkeit bleibt hoch. Ebenso würde ich ihn nicht als erste Wahl empfehlen, wenn eine ausführliche Handlung, frei erkundbare Schauplätze oder eine moderne Inszenierung mit vielen Zwischensequenzen im Vordergrund stehen. In diesen Fällen bieten andere Actionspiele deutlich mehr Abwechslung und erzählerischen Kontext.
Auch die Bedienung sollte ich vor dem Kauf ernst nehmen. Auf einem größeren Bildschirm kann ich Bewegungen meist kontrollierter ausführen, während ein kleines Display die Übersicht erschwert. Wer häufig mit ungenauen Berührungen kämpft, wird die Herausforderung als unfair empfinden, obwohl das Problem teilweise an der eigenen Gerätekombination liegt. Ich würde deshalb besonders auf eine stabile Haltung des Smartphones achten und nicht spielen, während ich das Gerät ständig umgreife.
Was im Alltag gut funktioniert und was nicht
Für kurze Pausen ist die Sammlung hervorragend geeignet, weil ich ohne große Vorbereitung in eine Partie komme. Ein realistisches Beispiel: Nach einem langen Arbeitstag habe ich nur wenige Minuten, möchte aber nicht in eine komplexe Geschichte einsteigen. Ich starte eine Runde, konzentriere mich auf einen Abschnitt und beende das Spiel anschließend wieder. Der Wechsel zwischen sofortiger Action und schnellem Abschluss fühlt sich hier natürlicher an als bei Spielen, die mich erst durch mehrere Menüs oder Aufgaben führen.
Für längere Abende ist das Bild gemischter. Die ersten Versuche motivieren mich, weil ich Fehler direkt nachvollziehen kann. Nach vielen Wiederholungen kann jedoch Ermüdung einsetzen, besonders wenn ich immer an einer ähnlichen Stelle scheitere. Dann hilft eine Pause mehr als stures Weiterspielen. Das ist kein Spiel, das seine Wirkung durch möglichst lange Sitzungen entfaltet; seine Stärke liegt in konzentrierten Abschnitten und dem allmählichen Erlernen des Ablaufs.
Ein weiterer praktischer Trade-off ist der feste Kaufpreis. Mit 4,99 € bezahle ich für einen klar abgegrenzten Arcade-Titel und nicht für ein kostenloses Spiel, das mich später über zusätzliche Ausgaben weiterführt. Das ist angenehm übersichtlich. Gleichzeitig muss ich wissen, dass der Wert stark davon abhängt, wie gern ich wiederholt spiele. Wer nur einmal die Inhalte sehen möchte, nutzt den Kauf vermutlich weniger aus als jemand, der sich an besseren Läufen misst.
Die Sammlung ist außerdem eine gute Wahl, wenn ich ein Spiel ohne soziale Verpflichtung suche. Ich muss keine anderen Spieler einholen, keine täglichen Termine einhalten und keine lange Aufbauphase abwarten. Meine Motivation kommt allein aus dem Spielablauf. Für manche ist das befreiend, für andere fehlt dadurch ein äußerer Grund, regelmäßig zurückzukehren.
Mein Urteil zur Verbindung von Stil und Spielbarkeit
Was mir an Raiden Legacy am besten gefällt, ist die Geschlossenheit zwischen Art direction, Sound und Mechanik. Die technische Bildwelt, der drängende Rhythmus und die festen Gegnerabläufe arbeiten auf dasselbe Ziel hin: Ich soll Gefahren schnell lesen und mit kontrollierten Bewegungen reagieren. Nichts davon wirkt wie ein aufgesetzter Zusatz, der von der eigentlichen Action ablenkt.
Die Kehrseite dieser Klarheit ist die geringe Fehlertoleranz. Das Spiel erklärt sein Grundprinzip schnell, aber es nimmt mir die Arbeit des Lernens nicht ab. Wer nach wenigen misslungenen Versuchen frustriert aufgibt, wird wahrscheinlich nur einen kleinen Teil seiner Qualität erleben. Ich musste mir angewöhnen, Niederlagen als Hinweise auf meine Route zu betrachten und nicht als bloße Pechmomente.
Im Vergleich zu kostenlosen, stärker auf Fortschritt ausgerichteten Actionspielen ist dies die puristischere Wahl. Im Vergleich zu einer klassischen Arcade-Maschine fehlt natürlich das gemeinsame Umfeld, in dem man sich an Punktzahlen misst und den nächsten Versuch sofort startet. Dafür kann ich die Sammlung unkompliziert auf dem Smartphone spielen und meine kurzen Spielmomente selbst bestimmen.
Meine Empfehlung fällt deshalb gezielt aus: Wenn du schnelle vertikale Action, wiederholbares Lernen und eine klare Stimmung magst, halte ich den Kauf für sinnvoll. Wenn du dagegen eine Geschichte, umfangreiche Anpassung oder ein dauerhaft wechselndes Aufgabenangebot suchst, würde ich eher zu einem anderen Actionspiel greifen. Die beste Seite dieser Sammlung zeigt sich nicht beim bloßen Durchspielen, sondern beim bewussten Verbessern eines schwierigen Abschnitts.
Dotemu liefert mit dieser bezahlten Action-Sammlung einen konzentrierten Genre-Titel, der seine Herkunft nicht versteckt. Die rund 6.400 Bewertungen und die durchschnittliche Wertung von 4,3 passen zu einem Spiel, das seine Fans über Präzision und Wiederholung gewinnt. Für mich bleibt es ein guter Begleiter für kurze, intensive Sessions, solange ich bereit bin, mich auf seine Arcade-Regeln einzulassen.
Unterm Strich würde ich Raiden Legacy vor allem Freunden empfehlen, die lieber eine saubere Ausweichbewegung lernen als eine lange Belohnungskette abzuarbeiten. Die Atmosphäre trägt die Mechanik, der Sound hält das Tempo zusammen, und die reduzierte Welt lässt den Blick auf dem Wesentlichen. Es ist kein universelles Actionspiel, aber als fokussierte mobile Shoot-’em-up-Sammlung weiß es genau, was es sein möchte.
Häufig gestellte Fragen zu Raiden Legacy
01Was ist Raiden Legacy und welche Spiele sind enthalten?
Raiden Legacy ist eine mobile Sammlung klassischer Shoot-’em-up-Spiele aus der bekannten Raiden-Reihe. Je nach Version enthält das Paket mehrere Titel beziehungsweise Varianten mit vertikalem Spielbildschirm, intensiven Gegnerwellen, Bosskämpfen und verschiedenen Waffen. Die App richtet sich vor allem an Fans klassischer Arcade-Spiele, die schnelle Action und ein nostalgisches Spielerlebnis auf Android oder iOS suchen.
02Wie funktioniert die Steuerung von Raiden Legacy auf dem Smartphone?
Die Steuerung erfolgt normalerweise über virtuelle Bedienelemente auf dem Touchscreen. Das eigene Raumschiff wird durch Wischen oder Ziehen bewegt, während Schüsse und Spezialwaffen über Bildschirmtasten ausgelöst werden. Nach kurzer Eingewöhnung reagiert die Steuerung präzise genug für hektische Gefechte. Wer klassische Arcade-Steuerung bevorzugt, sollte prüfen, ob das eigene Gerät kompatibles externes Zubehör unterstützt.
03Ist Raiden Legacy für Anfänger geeignet oder eher für erfahrene Spieler?
Raiden Legacy kann von Einsteigern gespielt werden, ist aber deutlich anspruchsvoller als viele moderne Gelegenheitsspiele. Gegner erscheinen häufig in großer Zahl, Geschosse bewegen sich schnell und Fehler werden besonders in späteren Abschnitten hart bestraft. Anfänger profitieren davon, zunächst die Bewegungsmuster zu lernen und sparsam mit Spezialwaffen umzugehen. Geduld und wiederholtes Spielen gehören klar zum Konzept.
04Benötigt Raiden Legacy eine Internetverbindung oder enthält die App In-App-Käufe?
Da Raiden Legacy in erster Linie eine klassische Einzelspieler-Sammlung ist, lässt sich der Hauptinhalt üblicherweise ohne dauerhafte Internetverbindung nutzen. Eine Verbindung kann jedoch für den Download, Aktualisierungen, Werbung oder bestimmte Plattformdienste erforderlich sein. Vor der Installation sollten Nutzer außerdem die Angaben im jeweiligen App Store zu Preis, Werbung und möglichen In-App-Käufen kontrollieren, da diese je nach Version variieren können.
05Auf welchen Geräten läuft Raiden Legacy und worauf sollte ich vor dem Download achten?
Raiden Legacy ist für mobile Geräte mit Android oder iOS erhältlich, wobei die konkreten Systemanforderungen von der veröffentlichten Version abhängen. Vor dem Download sollten Nutzer die unterstützte Betriebssystemversion, den benötigten Speicherplatz und die Angaben zur Gerätekompatibilität im jeweiligen Store prüfen. Auf älteren Smartphones kann die Darstellung kleiner wirken oder die Bedienung weniger komfortabel sein, besonders bei längeren Spielsessions.
Vorteile
- Vier klassische Raiden-Spiele in einer Sammlung enthalten.
- Rasantes Shoot’em-up mit präziser Steuerung und hohem Wiederspielwert.
- Viele Waffen
- Power-ups und unterschiedliche Angriffsmuster.
- Offline spielbar
- ideal für kurze Partien unterwegs.
- Retro-Grafik und Sound vermitteln authentisches Arcade-Feeling.
Nachteile
- Der hohe Schwierigkeitsgrad kann Einsteiger schnell frustrieren.
- Touch-Steuerung ist weniger präzise als ein physischer Controller.
- Keine moderne Überarbeitung der Grafik oder Benutzeroberfläche.
- Längere Spielsessions können durch sich wiederholende Abläufe ermüden.
- Auf kleinen Displays wirken Gegner und Projektile teilweise sehr dicht.
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